Alles Kalter Kaffee? Aber sicher doch!

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Wer möchte am Morgen nicht einen frisch gebrühten, heißen Kaffee genießen, um den Tag mit dem richtigen Energiekick zu beginnen? Aber Kaffee kann man durchaus auch kalt aufbrühen. Das klingt auf den ersten Blick absurd, ist allerdings bei Weitem gesünder als die herkommliche Aufbrüh-Methode.

Egal ob heiß oder kalt, sobald Wasser mit gemahlenen Kaffeebohnen in Kontakt kommt, beginnt der Extraktionsprozess. Hunderte verschiedenster Substanzen und Aromen werden gelöst und gehen in die Flüssigkeit über. Ist das Wasser zudem heiß, geschieht der Vorgang viel schneller, als wenn mit kaltem Wasser aufgebrüht wird. Zudem führt das heiße Wasser zu chemische Reaktionen und neuen Verbindungen. Das natürliche Aroma der Kaffeebohne geht verloren.

Eine deutlich gesündere Alternative des Aufbrühens ist es, den Kaffee am Abend mit kaltem Wasser anzusetzen und über Nacht stehen zu lassen. Der Aufbrühprozess mit kaltem Wasser nimmt deutlich mehr Zeit in Anspruch, dafür wird das Aroma geschont. Man erhält einen milderen, aber aromatischeren Kaffee mit niedrigem Säuregehalt. Der Kaffee wird bekömmlicher und magenschonender. Außerdem enthält der so aufgebrühte Kaffee etwa ein Drittel weniger Koffein.

Da kalter Kaffee nicht gerade nach Hochgenuss am Morgen klingt, wird der Kaffee vor dem Genuss erwärmt. Wie man kalten Kaffee brüht und zubereitet, erklären wir nachfolgend.

Zubereitung Kalter Kaffee

Setzen Sie für ein Kaffeekonzentrat ungefähr 100g gemahlenen Kaffee mit 500ml kaltem Wasser auf, lassen Sie es über Nacht stehen und gießen Sie den so entstandenen Sud am nächsten Tag durch ein feines Sieb ab. Anschließend seien Sie die Flüssigkeit noch einmal durch einen Kaffeefilter ab.

Das so entstandene Konzentrat wird nun in eine Flasche gefüllt und hält sich im Kühlschrank etwa zwei Wochen.

Wollen Sie jetzt einen heißen kalt gebrühten Kaffee genießen, messen Sie sich 50ml des Konzentrats ab, geben dies in eine Tasse und gießen es mit heißem Wasser (ca. 100 – 150ml). Fertig ist Ihr Kalter Kaffee.

Quelle: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/kaffee-alternativen-ia.html

Kaffee aus Deutschland

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(Quelle: www.pixabay.com/de/kaffee-latte-espresso-cappuccino-932103/)

In unserem letzten Artikel haben wir uns mit den Deutschen auf Italien-Reise begeben und einen kurzen Exkurs zur italienischen Lebensart des Espressotrinkens eingefügt.

Heute möchten wir euch den kaffee aus vielen verschiedenen – rein deutschen – Blickwinkeln betrachten. Ob Thüringen oder Schwaben, Franken oder Norddeutschland, beinahe jede Region unseres Landes hat ihren eigenen „Haus“-Kaffee.

Zunächst wollen wir uns aber allgemein Deutschland und seinen besonderen Kaffees widmen.

Milchkaffee

Dieser Kaffee erfreut sich einer besonders großen Beliebtheit und man kann ihn deutschlandweit genießen ohne sich weiter erklären zu müssen. In aller Regel erhält man einen Milchkaffee im Mischungsverhältnis 1:1, halb Kaffee, halb heiße Milch, ohne Schaum. Beim Kaffee kommt es dann aber zu maßgeblichen regionalen Unterschieden. Im Norden Deutschlands erhält man seinen Milchkaffee mit Filterkaffee, je südlicher man kommt, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Kaffee aus einer Siebträger-Espressomaschine stammt. Vielleicht liegt es an der Nähe zu Italien – dem Heimatland des Espresso?

Mokka oder auch Türkischer Kaffee

(Quelle: https://pixabay.com/de/kaffee-t%C3%BCrkisch-vakuum-poso-363941/)

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Ursprünglich aus Äthopien stammend, hat dieser Kaffee seinen Einzug in Deutschland vermutlich auch wegen der Einfachheit der Zubereitung gehalten. Man fülle einfach 2-3 Teelöffel gemahlene Kaffeebohnen in eine Kanne, gieße sie mit Heißwasser auf und stelle diese spezielle Mokka-Kanne ins Glutbett des Lagerfeueres oder auf eine heiße Herdplatte oder auf den Kohleofen oder auf den Kachelofen oder… oder … oder…

Die Möglichkeiten sind unerschöpflich und gerade deshalb auch so beliebt. Man benötigt keine teure Maschine, keinen speziellen Kaffee, nur eine Kann aus feuerfestem Material, Kaffee rein, Wasser rein, warten, fertig.

Allerdings gilt es, beim Aufgießen des Mokka vorsichtig zu sein, denn man möchte ja nicht, dass bei schwungvollem Einguss der gesamte Satz in der eigenen Tasse landet. Also vorsicht!

Üblicherweise wird der Mokka sehr süß getrunken.

Eiskaffee

Wir kennen und lieben ihn als kühles Erfrischungsgetränk im Sommer, mit einer Kugel Vanilleeis, einer Haube aus frischer Sahne und in hohen Gläsern kommt das richtige Urlaubsfeeling auf. Eiskaffee gibt es überall in Deutschland, allerdings könnte man sich im Winter mitunter befremdliche Blicke einhandeln, denn der Eiskaffee – oder für die Kinder eine Eisschokolade – ist ein typisches Sommergetränk.

Pharisäer

Ein typisch norddeutsches Kaffeegetränk, bestehend aus mindestens 4cl braunem Rum, starkem und gesüßtem Kaffee sowie einer Haube aus aufgeschlagener Sahne, die verhindern soll, dass der Alkohol verdunstet und gerochen wird. Der Pharisäer wird nicht gerührt, sondern durch die Sahne getrunken. Bei Nichtbeachten droht Strafe – eine Lokalrunde!

Schwatten

Eine weitere norddeutsche Spezialität ist der Schwaten oder Schwatten. Dabei handelt es sich um einen schwachen Filterkaffee, der mit 2cl Korn und Zucker verfeinert wird.

Holzländer Rumkaffee

Die Thüringer – genauer gesagt die Region um Hermsdorf – hat ihr eigenes nationales Heißgetränk, das wie der Pharisäer mit Rum zubereitet wird.

Zunächst wird ein ganz normaler Filterkaffee zubereitet, der nach Fertigstellung mit Zucker und lediglich 2cl braunem Rum verfeinert wird.

Rüdesheimer Kaffee

Der Name lässt die Herkunftsregion schon erahnen: In Rüdesheim am Rhein entstand diese köstliche Kaffeespezialität, die sogar in einer eigens dafür entworfenen Tasse serviert wird.

In der Rüdesheimer Kaffeetasse wird Asbach Uralt mit Würfezucker gemischt, erwärmt und flambiert. Anschließend wird dieses Gebräu mit starkem Kaffee aufgegossen und mit einem Häubchen aus Schlagsahne und Vanillezucker serviert. Dekoriert wird diese Köstlichkeit noch mit Schokoladenstreuseln.

Muckefuck

Eigentlich handelt es sich beim Muckefuck nicht wirklich um Kaffee, sondern um ein kaffeeähnliches Getränk aus verschiedenen Getreidesorten und Zichorien, die wie Kaffeebohnen behandelt werden. Nach der Reinigung werden die Getreidesorten getrocknet, anschließend geröstet und gemahlen.

Charakteristisch war der Muckefuck für die Region der ehemaligen DDR.

Blümchenkaffee

Dabei handelt es sich eher um eine scherzhafte Bezeichnung im obersächsischen Gebiet für Kaffee, der so dünn aufgebrüht wurde, dass die Blümchen am Grund der Tasse zu erkennen sind.

Holländischer Kaffee

Man könnte meinen, dieser Kaffee mit Eierlikör, einer Schlagsahnehaube und Schokoladenstreuseln entstamme unserem Nachbarland und trüge daher seinen Namen. Doch der Holländische Kaffee hat seinen Ursprung im Rheinland.

Koffeinhaltige Abkühlungen für heiße Tage

Derzeit herrscht wieder Hitzewelle in Deutschland. Jeder sehnt sich nach einer Abkühlung!

So gerne wir einem frischen und dampfend heißem Espresso den Vorzug geben, wirklich überzeugen kann der kleine Schwarze bei diesen Temperaturen nicht wirklich.

Der von der Hitze geplagte Kaffeegenießer kann ein Lied davon singen, wie schwer es ist, adäquaten Ersatz zu finden.

Ein besonderer Hochgenuss bietet ein Eiskaffee mit Vanilleeis und leckerer Sahne als Topping.

Hier geht es zu einem gut gelungenen Rezept für einen schönen, erfrischenden Eiskaffee.

Wer es lieber ohne Sahne in Eisform und noch mehr Sahne als Topping möchte, kann zu gut gekühlten cafè shakerato greifen. Die Zutaten hat jeder zu Hause und schnell gemacht ist er obendrein auch noch. Verfeinert mit diversen Likören und Aromen ein echter Genuss, der nicht 1:1 auf den Hüften landet.

Zu trinken hatten wir nun genug, daher soll an dieser Stelle ein leckeres Dessert folgen. Espresso trifft Vanilleei und so richtig unseren Geschmack. Versucht es selbst einmal, absolut empfehlenswert!

Diese kurze Zusammenfassung unserer Rezepte gibt euch hoffentlich genug Abkühlung!

Heiß auf Eis … und natürlich auch auf Espresso!

kaffeebohnen auf einer kaffeetasseAls passionierter Kaffeetrinker möchte man auch in der heißen Jahreszeit nicht auf die koffeinhaltige Köstlichkeit aus frisch gerösteten Espressobohnen und perfekt temperiertem Wasser verzichten. An besonders heißen Tagen sollte der geliebte Kaffee nicht noch zu mehr Schweißbildung führen. Daher genießen viele Deutsche gerade im Sommer besonders gerne einen Eiskaffee oder neuerdings einen Café frappé. Gekühlt wird ein Café frappé nicht wie der Eiskaffee durch Vanilleeis sondern durch Eiswürfel. Er ist aber deshalb nicht minder köstlich oder schmeckt gar nach Wasser.

Der typische Café frappé ist griechischen Usprungs und wird mit Instantkaffee aufgebrüht, da in einem Blog über echten Espresso natürlich kein pulverisierter Schnellkaffee verwendet werden kann, soll an dieser Stelle dem italienischen Café shakerato der Vorzug gegeben werden. Die Zubereitung des Café shakerato glänzt vor allem durch Schnelligkeit. Muss man bei der Herstellung eines guten Eiskaffees den Kaffee vorab abkühlen lassen, so entfällt die lange Wartezeit beim Café shakerato vollständig.

Man füllt einfach ein paar Eiswürfel und etwas Zucker in einen Cocktail-Shaker, diese werden anschließend mit frisch aufgebrühtem, noch dampfend heißem Espresso aufgegossen und dann wird geshakt – kräftig schütteln bis ein kalter, schaumiger Espresso entsteht. Die klassische Form des Cafè shakerato wird a la James Bond in Martini-Gläsern serviert. Wer die nicht hat, kann den shakerato auch in andere Cocktail- oder Weingläser füllen, hauptsache er wird EISKALT serviert.

Wer es etwas ausgefallener möchte, kann vor dem eigentlichen Shaken noch einen Schuss Likör (Grappa, Amaretto, Kirschwasser, Haselnusslikör, Ramazotti) hinzufügen oder den Café shakerato mit einem Kaffeesirup (Karamell, Haselnuss, Schokolade) aromatisieren. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

 

Espresso trifft Vanilleeis!

Mit dem Start des heißen Sommerwetters möchte sich auch der Espresso-Blogger von seiner Abstinenz zurückmelden. Lange konntet ihr nichts mehr von uns lesen, aber das soll sich heute ändern.

Die heißen Temperaturen haben uns so richtig in Schwung gebracht und wir wollen euch ein paar exotische Erfrischungsgetränke rund um das Thema „Espresso&Co“ vorstellen, auf die ihr bei diesen sommerlichen Exkursen auf dem Thermometer nicht verzichten solltet.

Starten wollen wir mit etwas Alkoholfreien, denn wenn es wirklich richtig heiß ist – für heute sind bei uns 33°C gemeldet – erfrischt Alkohol nicht wirklich, er sorgt für ordentliche Brummschädel und Freibadtauglich ist man auch nicht mehr. Der kleine Muntermacher soll in kalter Form als Erfrischungsgetränk dienen, denn ein echter Liebhaber kann einfach nicht auf den kurzen Schwarzen verzichten.

Und weil Espresso so wunderbar mit herber Schokolade harmoniert, haben wir heute ein Potpourri aus Vanilleeis, herber Zartbitterschokolade und frisch gebrühtem Espresso für euch.

Für diese köstliche Zusammenstellung benötigt ihr:

100g Zartbitterschokolade (85% oder mehr Kakaoanteil)

200g Schlagsahne (Für die Figurbewussten empfehle ich Cremefine)

4 Kugeln Vanilleeis

200ml frisch aufgebrühter Espresso

Zubereitung des Espresso trifft Vanilleeis:

1. Hackt die Schokolade in kleine Stückchen und schmelzt sie bei niedriger Temperatur in der sich langsam erwärmenden Sahne auf dem Herd. Vorsichtig umrühren und bitte aufpassen, dass nichts anbrennt. Angebrannte Schokolade ist sehr anhänglich und riecht mehr als unappetitlich.

2. Verteilt die schokolierte Sahne auf vier Dessertgläser und stellt diese erst einmal in die Kühlschrank. Da würde man am liebsten gleich mit reingehen.

3. Anschließend auf jedes Dessertschälchen eine Kugel Vanilleeis geben und den frisch aufgebrühten Espresso langsam darüber gießen und SOFORT servieren.

Ich finde, genau das Richtige für heiße Sommertage.