Espressoherstellung wie beim Italienier

In diesem Video von Lelit wird anschaulich die Espressoherstellung erläutert. Lelit als renomierter Hersteller von Siebträger-Espressoamschinen legt besonderen Wert darauf, seinen Kunden die Maschinen auch übers Internet zu erläutert.

Selbst Laien können anhand dieser anschaulichen Erläuterungen schnell und einfach einen köstlichen Espresso zu Hause herstellen.

Espressoherstellung mit der Lelit PL41LEM und der Lelit PL042EMI

Espresso und Cappuccino – Typisch italienisch!

Espresso trinken hat in Italien eine lange Tradition. Sei es Cappuccino oder Espresso, wir Deutschen haben fast alle unsere geliebten Kaffeegetränke aus Italien übernommen. Neben Cappuccino ist der Latte Macchiato das meistbestellte koffeinhaltige Heißgetränk in den Gaststätten, Bistros und Bars hierzulande.

Da wir Deutschen so viel aus dem „Mutterland“ des Espressos übernommen haben, lohnt es sich, einen kleinen Exkurs zur italienischen Kaffeetraditon einzuflechten.

Während wir Deutschen am liebsten morgens und nachmittags einen Kaffee zu uns nehmen und dabei keinerlei Unterschied zwischen „mit Milch“ und „mit ohne Milch“ machen, sieht das der Italiener ganz anders. Wer nachmittags in Italien einen Cappuccino bestellt, hat sich sofort als Tourist geoutet. Denn den Cappuccino genießen die Italiener ausschließlich zum Frühstück. Ab der Mittagszeit trinken sie nur noch Espresso.

Warum ist das wohl so? Es liegt ganz simpel an der Zusammensetzung. Der Cappuccino besteht zu großen Teilen aus aufgeschäumter Milch, die wie halbgeschlagene Sahne in die Tasse tropft. Dieser feinporige Milchschaum wird mit einem ordentlich starken Espresso gekrönt. Er fließt direkt nach unten in die Tasse und der Milchschaum „erhebt“ sich. Fertig ist der leckere Cappuccino. Italiener mögen ihn am liebsten mit einem leichten Hörnchen, kalter Pizza oder kalter Foccacia (gebackener Hefeteig mit Olivenöl und Kräutern) als kleines und schnelles Frühstück. Dabei füllt die Milch im Cappuccino den Magen schon so sehr, dass er selbst als Frühstück pur durchgehen würde. Cappuccino nach einen reichhaltigen Mittagessen füllt den Magen nur noch mehr, der Espresso hingegen soll die Verdauung ankurbeln und so das berüchtigte Nachmittagstief überwinden.

Der Espresso ist eher für die Pause gedacht und wird nach nahezu jeder Mahlzeit runtergekippt. Der klassische Italiener trinkt ihn dauernd und überall und nimmt sich keinerlei Zeit, einfach Zucker rein und runter und weiter im Tagesgeschäft. Die durchschnittliche Dauer einer Espressopause beträgt nie mehr als 30 Sekunden. Während Kaffeetrinken in Deutschland immer mit Kuchen und einem Pläuschchen verbunden ist, nutzen die Italiener den Espresso als Muntermacher. Serviert wird der Espresso meist mit einem Gläschen Wasser, zum nachspülen sozusagen.

Espresso für Deutsche auf Italienreise

Hier ist Vorsicht geboten! Wenn Sie in Italien einen Cappuccino nach dem Mittagessen bestellen, werden Sie mit Sicherheit komisch angeschaut, erhalten aber trotzdem das Gewünschte, vielleicht mit einem Vortrag über die gesundheitsschädigende Wirkung nach dem Mittagessen, denn in manchen Gegenden Italiens gilt ein Cappuccino nach Mittag als ungesund.

Wollen Sie sich landeskonform verhalten, bestellen Sie einfach „Caffee!“ und Sie erhalten einen Espresso.

Nicht ganz so beliebt ist der Latte Macchiato in Italien und wird auch dementsprechend lieblos hergestellt: Man nehme einfach einen Espresso und gieße ihn in ein Glas und fülle das Glas mit heißer Milch auf. Damit wird der Espresso zum Kinderkaffee deklariert, zwar ist er so leichter bekömmlich und weniger stark. Aber damit ist der Latte Macchiato nichts für echte Italiener.

Die typische dreischichtige Darstellung des Latte Macchiato ist eher charakteristisch für uns Deutsche, südlich der Alpen ähnelt der Latte Macchiato eher einem Milchkaffee und wird mit Strohalm serviert, oder noch schlimmer: mit Eislöffel.

Wer sich also in Italien nicht blamieren möchte, bestellt „Caffee!“, weiß, dass er damit nur einen Espresso bekommt und genießt diesen mit viel Zucker und natürlich OHNE umzurühren! Der Zucker darf in der Tasse verbleiben.

Heiß auf Eis … und natürlich auch auf Espresso!

kaffeebohnen auf einer kaffeetasseAls passionierter Kaffeetrinker möchte man auch in der heißen Jahreszeit nicht auf die koffeinhaltige Köstlichkeit aus frisch gerösteten Espressobohnen und perfekt temperiertem Wasser verzichten. An besonders heißen Tagen sollte der geliebte Kaffee nicht noch zu mehr Schweißbildung führen. Daher genießen viele Deutsche gerade im Sommer besonders gerne einen Eiskaffee oder neuerdings einen Café frappé. Gekühlt wird ein Café frappé nicht wie der Eiskaffee durch Vanilleeis sondern durch Eiswürfel. Er ist aber deshalb nicht minder köstlich oder schmeckt gar nach Wasser.

Der typische Café frappé ist griechischen Usprungs und wird mit Instantkaffee aufgebrüht, da in einem Blog über echten Espresso natürlich kein pulverisierter Schnellkaffee verwendet werden kann, soll an dieser Stelle dem italienischen Café shakerato der Vorzug gegeben werden. Die Zubereitung des Café shakerato glänzt vor allem durch Schnelligkeit. Muss man bei der Herstellung eines guten Eiskaffees den Kaffee vorab abkühlen lassen, so entfällt die lange Wartezeit beim Café shakerato vollständig.

Man füllt einfach ein paar Eiswürfel und etwas Zucker in einen Cocktail-Shaker, diese werden anschließend mit frisch aufgebrühtem, noch dampfend heißem Espresso aufgegossen und dann wird geshakt – kräftig schütteln bis ein kalter, schaumiger Espresso entsteht. Die klassische Form des Cafè shakerato wird a la James Bond in Martini-Gläsern serviert. Wer die nicht hat, kann den shakerato auch in andere Cocktail- oder Weingläser füllen, hauptsache er wird EISKALT serviert.

Wer es etwas ausgefallener möchte, kann vor dem eigentlichen Shaken noch einen Schuss Likör (Grappa, Amaretto, Kirschwasser, Haselnusslikör, Ramazotti) hinzufügen oder den Café shakerato mit einem Kaffeesirup (Karamell, Haselnuss, Schokolade) aromatisieren. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

 

Express Espresso?

espresso„Espresso“ , im Plural „Espressi“, wird umgangssprachlich der kleine, starke, Kaffee aus Italien genannt, der mit Hilfe von hohem Wasserdruck und fein gemahlenen, dunkel gerösteten Kaffeebohnen gebraut wird.
Ursprünglich stammt diese italienische Kaffeespezialität aus Mailand, der klassische Espresso wird daher auch „nach Mailander Art“ genannt. 40Ml starker Espresso werden in einer kleinen, dickwandigen und vorgewärmten Tasse serviert. Man trinkt ihn gesüßt oder ungesüßt, und häufig erhält man dazu noch ein Glas Wasser.

Ein schneller Kaffee eben oder doch nicht? Woher kommt nun die gebräuchliche Meinung, der Espresso sei ein „schneller Kaffee“? Dazu muss ich etwas weiter ausholen und zunächst einmal die Begrifflichkeiten klären.

Die Bezeichnung „Espresso“ stammt aus dem Italienischen und ist eine Form des Verbs esprimere, was so viel wie ausdrücken => ausdrücklich bedeutet. Zunächst wurde der Espresso nur mit heißem Dampf hergestellt und zu Beginn des 19. Jahrhunderts ausschließlich in Bars und speziellen Caffes ausgeschenkt. Diese Herstellungstechnik war so kompliziert und aufwendig, dass der Espresso nur auf ausdrücklichen Wunsch des Gastes nach dieser besonderen Kaffeespezialität verlangt hatte.

Die in Spanien, Portugal und Frankreich gebräuchliche Bezeichnung „Expresso“ (das s an der zweiten Stelle wird zu einem „x“) kommt dem „schnellen Kaffee“ schon etwas näher und vermutlich ist durch des deutsche „express“ die Meinung entstanden, der Espresso müsse genauso ein „schneller Kaffee“ sein, wie etwa eine „schnelle Paketlieferung“ oder ein Schnellrestaurant.

Dem ist aber ganz und gar nicht so. Wer sich länger mit der Thematik des wirklich perfekten Espressos beschäftigt hat, kann in etwa nachvollziehen, warum er zu Urgroßmutters Zeiten nur in Bars ausgeschenkt wurde. Die Herstellung erfordert viel Zeit, Fingerspitzengefühl und gelingt auch nicht beim ersten Mal.

Vielleicht rufen Sie sich diese Ausführungen in Erinnerung, wenn Sie das nächste Mal einen Espresso im Cafè bestellen und genießen ihn etwas bewusster.

Natürlich gibt es noch viele weitere italienische Kaffeespezialitäten, denen widmen wir uns allerdings in den folgenden Artikeln.

Urlaub in Italien

Italien ist eines der beliebtesten Urlaubsziele der Deutschen und Urlaub in Italien ist seit den 70er Jahren sehr beliebt. Kein Wunder denn das Land hat viel zu bieten:

Urlaub in Norditalien

Im Norden lockt der Gardasee, der mit über 50 Kilometern Länge der größte See Italiens ist. Mildes Klima, jede Menge Wassersportaktivitäten und eine wirklich imposante Bergkulisse machen den Gardasee zu einem lohnenswerten Urlaubsziel. Ebenfalls im Norden laden die Dolomiten südlicher Teil der Alpen mit ihrer einzigartigen Natur besonders Wanderer und Kletterer zu einem Aktivurlaub ein. Mit Verona und Venedig kommen Urlauber im Norden Italiens auch kulturell voll auf ihre Kosten. Venedig verströmt mit seinen Kanälen und prächtigen Bauten aus vergangenen Jahrhunderten einen einzigartigen Charme und lockt jedes Jahr Tausende von Touristen an.

Die Mitte Italiens

Die Toskana ist berühmt für ihre sanften Hügel, Pinienhaine, Plantagen mit Olivenbäumen und natürlich die in der ganzen Welt berühmten toskanischen Weine – hier ist Erholung garantiert. Hinzu kommen viele historisch und kunstgeschichtlich bedeutsame Städte – wie zum Beispiel Florenz mit seinen prachtvollen Renaissance-Bauten und Pisa mit dem weltberühmten schiefen Turm.

Eine wahre Quelle des Überschwangs für alle Geschichtsinteressierten ist Rom, die Hauptstadt Italiens. Hier kann man sich zum Beispiel im Forum Romanum, im Pantheon, im Circus Maximus und im Kolloseum auf die Spuren der alten Römer gegeben oder das christliche Rom in der Engelsburg und dem Vatikan besuchen. Romantische Plätze, prachtvolle Bauten und viel italienische Lebensfreude erwarten den Besucher in der berühmten Hauptstadt Italien.

Urlaub in Süditalien

Apulien, Kalabrien, Kampanien, Basilikata, Sizilien und Sardinien gehören zu Süditalien und sind besonders als Baderegionen bei den Urlaubern sehr beliebt. Mildes Mittelmeerklima, abwechslungsreiche Natur und schöne Strände am Mittelmeer in Kombination mit historischen und kulturellen Leckerbissen machen Süditalien als Urlaubsregion so beliebt.

Mit einem Urlaub in Italien, werden natürlich auch ganz besondere kulinarische Leckerbissen verbunden. Egal ob Pizza, Pasta, Schinken, Käse, Antipasti, Fisch, Eis oder die italienischen Weine – auch kulinarisch hat Italien viel zu bieten. Da kann ein Urlaub in Italien ganz schön auf die Hüften schlagen. Hier ein paar Tipps, wie man im Urlaub genießen kann, ohne zu sehr zuzunehmen: http://99percentoflife.com/2012/08/im-urlaub-gut-essen-und-nicht-zunehmen-5-tipps/.

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