Was ist bei Kauf einer Kaffeemühle zu beachten?

Wichtig bei einer Kaffeemühle  ist, dass die Bohnen nicht zerhackt, sondern zerrieben werden. In Espressomühlen kommen deshalb meist Scheiben- oder Kegelmahlwerke (konische Mahlwerke) zum Einsatz. Sie liefern ein feines und homogenes Kaffeepulver. Die Mahlewerke dürfen darüber hinaus keine zu große Hitze beim Mahlvorgang erzeugen. Grundsätzlich gilt: Je geringer die Drehzahl, desto geringer ist auch die Wärmeentwicklung.

Scheiben- und Kegelmahlwerke

Scheibenmahlwerke bestehen aus zwei übereinander liegenden, leicht konkaven Scheiben, die sich am Rand annähern. Gute Scheibenmahlwerke besitzen Stahl- oder Keramikscheiben. Ein Kegelmahlwerk ist eine spezielle Form des Scheibenmahlwerks. Statt Scheiben werden hier Kegel verwendet. So ist die Fläche bei Kegelmahlwerken größer und die Hitzeentwicklung geringer. Außerdem arbeiten Kegelmahlwerke in der Regel mit geringen Drehzahlen. Bei Scheibenmahlwerken sind die Drehzahlen meist höher, deshalb werden sie im gastronomischen Bereich gerne verwendet. Die größere Hitzeentwicklung kann mit möglichst großen Mahlscheiben kompensiert werden.

Mahlgradeinstellung

Um einen optimalen Mahlgrad zu erreichen, sollte man auf Mühlen mit einstellbaren Mahlgrad – entweder in mehreren Stufen oder stufenlos – zurückgreifen. Um den richtige Mahlgrad zu finden, hilft nur ausprobieren.

(Foto: www.acopino.de)

Kaffeepulver nur frisch gemahlen!

Wozu braucht man eigentlich eine Kaffeemühle? Lässt sich Espresso nicht auch aus vorgemahlenem Kaffeepulver zubereiten? Die Antwort auf diese Frage lautet ganz klar „Nein!“. Bei der Zubereitung eines Espresso ist die Feinheit des Kaffeepulvers (auch als Kaffeemehl bezeichnet) ausschlaggebend. Der exakte Mahlgrad kann dabei von Espressomaschine zu Espressomaschine und von Bohnensorte zu Bohnensorte variieren. Eine Kaffeemühle mit Mahlgradeinstellung ist also für die Zubereitung von Espresso wichtig.

Nachteile von vorgemahlenem Kaffeepulver

Vorgemahlenes Kaffeepulver hat bei der Espressozubereitung gleich mehrere Nachteile:

  1. Es ist meist zu grobkörnig. Dadurch ist die Durchlaufzeit des Wassers – also die eigentliche Brühdauer – zu kurz.
  2. Bei längerer Lagerung kommt es bei vorgemahlenem Kaffeepulver zu einem Aromaverlust. In Kaffee- bzw. Espressobohnen bleibt das Aroma länger erhalten. Am besten ist es, die Bohnen für jeden Espressobezug frisch zu mahlen.
  3. Bei unsachgemäßer Lagerung zieht das Kaffeepulver Feuchtigkeit. Auch dadurch ändert sich die Durchlaufzeit des Wassers.

Fazit: Für die Espressozubereitung sollte man immer frisch gemahlenes Kaffeepulver verwenden!

Worauf man beim Kauf einer Kaffeemühle achten sollte, erfahren Sie im nächsten Artikel.

(Foto: www.acopino.de)