Was passiert mit den Kaffeebohnen nach der Ernte?

Welchen Weg nehmen die Kaffeebohnen, bevor sie in unseren heimischen Läden landen?

Vor dem Rösten der Kaffeebohnen, müssen diese zunächst von äußeren Haut, dem Fruchtfleisch und der inneren Haut (Pergamenthaut) befreit werden. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Bei der Trockenaufbereitung werden die Kaffeebohnen zum Trocknen ausgebreitet, bis sie den größten Teil ihres Wassers verloren haben. Die Häute und das Fruchtfleisch müssen dann manuell entfernt werden.

Bei der Halbtrockenaufbereitung werden die Bohnen zunächst gewaschen, die erste Haut und der größte Teil des Fruchtfleisches durch entfernt (abgequetscht) und die Bohnen anschließend getrocknet. Danach erfolgt die manuelle Schälung, wie bei der Trockenaufbereitung.

Bei der Nassaufbereitung  werden die Bohnen nach dem ersten groben Entfernen der äußeren Haut und des Fruchtfleisches zunächst fermentiert, bevor sie getrocknet und anschließend das restliche Fruchtfleisch und die Pergamenthaut entfernt werden.

Nun sind die Bohnen bereit zur Röstung. Erst durch das Rösten erhalten die Kaffeebohnen ihr unverwechselbares Aroma. Die Dauer und Temperatur der Röstung beeinflussen den Geschmack des Kaffees. Hellere Röstungen führen zu einem eher säuerlichen aber nicht so bitterem Geschmack. Dunkle Röstungen (meist für die Zubereitung von Espresso verwendet) enthalten weniger Säure, sind dafür etwas bitterer im Geschmack.

(Foto: © jirisykora83 – Fotolia.com)

Die Arten der Kaffeezubereitung

Es gibt verschiedenen Arten der Kaffeezubereitung, die alle Ihre Vor- und Nachteile mit sich bringen:

Bei der Zubereitung des besonders in Mitteleuropa verbreiten Filterkaffees wird Kaffeepulver in einen Filter gegeben und mit heißem Wasser übergossen. Das Wasser nimmt die Inhaltsstoffe aus dem Kaffeepulver auf. Durch die Filtrierung ist das fertige Getränk frei von Rückständen des Kaffeepulvers.

In Frankreich wird bevorzugt Kaffee in einer French Press aufgebrüht. Hier wird das Kaffeepulver in die spezielle Kanne gegeben und mit heißem, nicht mehr kochendem Wasser übergossen. Anschließens wird der Kaffeesatz mit einem mit einem feinen Gitternetz bespannten Presse nach unten gedrückt.

Beim Türkischen Kaffee werden Kaffeepulver und Zucker in einem Kupferkessel mit Wasser aufgekocht. Der Kaffeesatz setzt sich mach einiger Zeit am Boden des Gefäßes ab und der Kaffee kann getrunken werden.

Espresso wird mit Druck zubereitet. Heißes Wasser wird unter einem Druck von etwa 9,5 bis 10 bar durch extra feines Kaffeemehl gepresst. Mit diesem Prinzip arbeiten neben Espressomaschinen auch Kaffeevollautomaten und Kaffeepadmaschinen.

Kaffeeextrakt ist eine spezielle Form des Kaffees, der durch Aufbrühen von Kaffee und anschließendem Wasserentzug gewonnen wird. Zubereitet wird dieser „lösliche Kaffee“ einfach durch erneutes Zugeben von heißem Wasser.

Eine weitere Art der Zubereitung ist die Mokka- Kanne. Diese wird mit Kaffeepulver (bzw. Mokkapulver) und Wasser befüllt und auf einer Herdplatte erhitzt. Wenn das Wasser heiß genug ist, entsteht Druck und das Wasser wird durch das Kaffeepulver in den oberen Teil der Kanne gepresst.

Voll im Trend liegen zur Zeit die Kaffee-Kapsel-Maschinen. Hierbei werden mit Kaffee- und Milchpulver gefüllte Kapseln verwendet, durch die heißes Wasser gepresst wird. Auf diese Art lassen sich Kaffee und Milchschaumgetränke schnell und unkompliziert zubereiten.

(Foto: © cosma – Fotolia.com)

Kaffeebohnen – Woher stammen Sie?

Kaffeebohnen sind botanisch gesehen eigentlich keine Bohnen, sondern Kaffee ist eine Steinfrucht. Die korrekte Bezeichnung für die Frucht der Kaffeepflanze wäre eher Kaffeekirsche, da sie im rohen Zustand sehr eine Kirsche ähnelt.

Anbaugebiete für Kaffeebohnen

Die Kaffeepflanze ist anspruchsvoll und der Geschmack der Kaffeebohne ist abhängig von deren Anbaugebiet. Es ist also möglich, dass Anbaugebiet des Kaffees an dessen Geschmack zu erkennen. Bevorzugt wird Kaffee in Gebieten rund um den Äquator angebaut. Hier herrschen die Bedingungen, welche die Kaffeepflanzen zum Wachsen benötigen. Die Hauptanbaugebiete liegen in Ostafrika, Südostasien und Lateinamerika. Brasilien gefolgt von Vietnam und Kolumbien sind dabei die größten Kaffeelieferanten.

Kaffeesorten

Insgesamt gibt es etwa 60 verschiedene Kaffeesorten. Wirtschaftlich sind aber nur zwei Sorten von Bedeutung: die Arabica mit einem Anteil von circa 70 Prozent und die Robusta mit etwa 30 Prozent. Arabica-Bohnen werden im Hochland angebaut, d.h. in Gebieten über 900 Meter. Hier herrschen Temperaturen zwischen 18 und 22 Grad – optimal für die empfindlichen Arabica-Bohnen. Der Anbau der Robusta-Bohnen ist auch in Flachland möglich, da diese Pflanze widerstandfähiger ist und auch höhere Temperaturen verträgt.

Warum aber ist der Anteil der Arabica-Bohnen auf dem Weltmarkt trotzdem höher, obwohl sich die Robusta leichter kultivieren lässt? Grund dafür ist der feinere Geschmack der Arabica. Schon äußerlich kann man beide Bohnensorten leicht unterscheiden. Die Arabica-Bohne ist größer, oval und hat einen geraden Einschnitt in der Mitte. Die Robusta ist dementsprechend kleiner und runder mit einem geschwungenen Einschnitt. Die gängigen Kaffeesorten bestehen meist aus einer Mischung beider Sorten.

(Foto: © photocrew – Fotolia.com)

Kaffee oder Espresso?

Kaffeebohnen, Quadrat, Abteilungen, Unterschiede, ZutatKaffee oder Espresso? Das ist sicherlich Geschmackssache, aber was ist eigentlich der Unterschied zwischen den beiden Heißgetränken?

Sowohl Kaffee als auch Espresso werden aus Kaffeebohnen zubereitet. Es gibt keine speziellen Espressobohnen, aber es gibt Unterschiede in der Röstung. Eine spezielle Espressoröstung ist dunkler, d.h. die Bohnen werden länger geröstet. Dadurch erhalten die Bohnen zwar ein intensiveres Röstaroma, gleichzeitig geht aber mehr Koffein verloren. Das widerspricht jedoch der gängigen Annahme, dass Espresso mehr Koffein als Kaffee enthält. Richtig ist: Zur Espressozubereitung wird bei gleicher Menge an Kaffeepulver weniger Wasser als bei der Zubereitung eines „normalen“ Kaffees verwendet. Dadurch ist ein Espresso konzentrierter.

Der eigentliche Unterschied zwischen Espresso und Kaffee liegt allerdings in der Zubereitung. Erstens wird zur Zubereitung eines echt italienischen Espressos sehr feines Kaffeepulver (Kaffeemehl) verwendet. Deshalb wird für Espresso auch niemals auf bereits gemahlenes Kaffeepulver zurückgegriffen, sondern die Bohnen werden frisch vor der Zubereitung gemahlen. Nur mit besonders feinem Kaffeemehl entsteht die für den Espresso typische Crema. Der zweite Einflussfaktor ist der Druck: Espresso wird unter hohem Druck gebrüht. So gibt das Kaffeemehl möglichst viele Aromastoffe ab und der für die italienische Kaffeespezialität so typisch intensive Geschmack entsteht.

Es gibt verschiedenen Arten, einen Espresso zuzubereiten. Am komfortabelsten ist sicher die Zubereitung mit einer Espressomaschine. Sie sind – im Gegensatz zu Kaffeevollautomaten, bei denen der Brühdruck meist nicht ausreichend ist – perfekt auf die Zubereitung der beliebten Kaffeespezialität zugeschnitten.

(Foto: pixabay.com)

Kaffeevollautomaten – Kauftipps

Kauftipps Kaffeevollautomaten - EspressoKaffeevollautomaten haben ihren Preis. Wer sich zur Anschaffung eines solchen Gerätes entscheidet, sollte sich vorher genau überlegen, was das Gerät alles können soll. Hier einige Tipps, welche die Kaufentscheidung erleichtern können:

Kauftipp: Integrierte Kaffeemühle

Der Mahlgrad des Kaffeepulvers hat Einfluss auf das Aroma des Kaffeegetränkes. Zudem benötigt man für Espresso ein wesentlich feineres Kaffeepulver als zur Zubereitung von Kaffee. Deshalb sollte ein Kaffeevollautomat über eine Kaffeemühle verfügen, bei der sich der Mahlgrad verstellen lässt. Je präziser die Mahlgradeinstellung möglich ist, desto präziser lässt sich auch das Aroma des Kaffeegetränkes beeinflussen. In Kaffeevollautomaten ist meistens eine stufenweise Mahlgradeinstellung möglich.

Kauftipp: Bohnenbehälter und Wassertank

Je größer Bohnenbehälter und Wassertank sind, desto seltener müssen diese nachgefüllt werden. Gerade bei höherem Verbrauch sollte man deshalb auf eine ausreichende Größe der Behältnisse achten, damit man sie nicht zu oft befüllen muss. Ist der Verbrauch gering, sollte man hingegen auf Maschinen mit kleineren Wassertank und Bohnenbehälter zurückgreifen. Gerade die Bohnen verlieren bei längerer Lagerung an Aroma.

Kauftipp: Brüheinheit

Es ist immer von Vorteil ist es, wenn sich die Brühgruppe leicht aus dem Kaffeevollautomaten herausnehmen lässt. So ist eine leichte Reinigung möglich. Von Vorteil sind auch ein abnehmbarer Wassertank und Abtropfschale.

Kauftipp: Wasserfilter

Die Wasserqualität und –härte ist von Region zu Region unterschiedlich. Das Wasser hat nicht nur Einfluss auf das Aroma, sondern sehr hartes Wasser kann auch zu einer schnellen Verkalkung des Kaffeevollautomaten führen. Von Vorteil ist deshalb eine Filterpatrone für den Wassertank. Bei einigen Kaffeevollautomaten ist diese bereits im Lieferumfang enthalten. Zumindest sollte das Gerät aber die Möglichkeit zur Integration einer Filterpatrone bieten.

Kauftipp: Reinigungsprogramme von Kaffeevollautomaten

Kalk und Kaffeereste können Kaffeevollautomaten verschmutzten. Das hat Auswirkungen auf den Geschmack des Kaffees und die Haltbarkeit der Maschine. Eine regelmäßige Reinigung ist deshalb unbedingt notwendig. Am komfortabelsten geht dies über integrierte Reinigungs- und Entkalkungsprogramme. Über diese sollte ein Kaffeevollautomat unbedingt verfügen.

Kauftipp: Kaffeeauslauf bei Kaffeevollautomaten

Mit einem Kaffeevollautomaten kann man meistens eine oder zwei Tassen Kaffee oder Espresso gleichzeitig zubereiten. Mithilfe einer Dampfdüse, mit der man Milchschaum zubereiten kann, ist auch die Zubereitung von Milchkaffee, Cappuccino und Latte Macchiato möglich.  Da man für die unterschiedlichen Kaffeespezialitäten auch unterschiedliche Tassen benutzt, ist ein höhenverstellbarer Kaffeeauslauf wünschenswert.

Die Ausstattung des Kaffeevollautomaten und damit auch der Preis sind natürlich abhängig von den jeweiligen Vorlieben jedes einzelnen. Grundsätzlich gilt, sich vor dem Kauf eines solchen Gerätes gründlich zu informieren.

acopino_monzaHGTA01_1446197890

Acopino Monza ONE-TOUCH Kaffeevollautomat in Pianolackierung

 

 

 

 

 

 

 

(Foto: © Bernd Ege – Fotolia.com, © Hausgeraete-test.de)