[Statistikwissen]Tag des Kaffees: 1. Oktober 2017

Quelle: http://www.pixabay.com

Seit 2006 gibt es den Tag des Kaffees. Und was liegt näher, mal einen Blick auf den Kaffeekonsum der Deutschen zu werfen. Der Kaffeereport von brandeins hat uns da interessante Zahlen geliefert.

Kaffeekonsum in Deutschland

In einem Land, wo jeder Deutsche 6,5kg Kaffee pro Jahr trinkt, sollte dieser Tag gebührend gefeiert werden. Vielleicht mit einer Tasse Kaffee?

Kaffeekonsum in anderen europäischen Ländern

Davon trinken die Deutschen nämlich eine ganze Menge. Leider sind die Deutschen damit nicht Spitzenreiter. Ganz vorne – wie in vielen anderen Bereichen auch – sind die Finnen spitze. Gnadenlose 12,2kg Kaffee vermahlt jeder Finne pro Jahr. Dicht gefolgt von den Schweden mit 10,1kg und den Norwegern mit 8,68kg. Man könnte munkeln, dass es an den langen Wintern mit ihren noch längeren Nächten liegt. Wer braucht nicht ein bis zwei Tassen mehr am Morgen, wenn man weiß, dass es den ganzen Tag sowieso nicht richtig hell wird? Und wieso dieses Verhalten im Sommer ändern. Es ist ja wissenschaftlich erwiesen, dass man bei zunehmenden Kaffeekonsum seine Kaffeemenge ständig erhöhnen muss, um den gleichen Effekt zu erreichen. Also die europäischen Nordlichter führen den Kaffeekonsum deutlich an.

Ohne jetzt weiter auf die einzelnen Länder einzugehen, lässt sich sagen, dass alle Europäer pro Jahr rund 2,6 Million Tonnen Kaffee konsumieren. Beachtliche Zahl.

Der Kaffee steckt bei uns Deutschen in Bohnen, Pads und Pulver und kostet jeden Haushalt monatlich rund 7 Euro.

Deutschland als Exporteur von Röstkaffee

Interessant ist, dass Deutschland 1,13 Millionen Tonnen Kaffee importiert. Wie weiter oben abzulesen, trinken die Deutschen den importieren Kaffee nicht selbst. Es wird wieder exportiert, und zwar ist Deutschland sogar Exportweltmeister in Sachen Röstkaffee. 2012 exportierte Deutschland 170.000 Tonnen.

Quellen:

– https://www.brandeins.de/fileadmin/redaktion/wissen/kaffee_in_zahlen/Kaffeereport2016.pdf

Espressoherstellung wie beim Italienier

In diesem Video von Lelit wird anschaulich die Espressoherstellung erläutert. Lelit als renomierter Hersteller von Siebträger-Espressoamschinen legt besonderen Wert darauf, seinen Kunden die Maschinen auch übers Internet zu erläutert.

Selbst Laien können anhand dieser anschaulichen Erläuterungen schnell und einfach einen köstlichen Espresso zu Hause herstellen.

Espressoherstellung mit der Lelit PL41LEM und der Lelit PL042EMI

Coffee to Go im Pappbecher – fatale Umweltsünde!

Coffee to Go im Pappbecher

Coffee to Go im Pappbecher

Noch vor ein paar Jahren galten Menschen, die umweltbewusst leben wollten, als Sonderlinge und wurden im besten Fall nur milde belächelt. Zu Zeiten des Ozonlochs hielten wir Umweltverschmutzung noch für ein Problem der Autoindustrie und des übermäßigen Abgasaustoßes unserer Kraftfahrzeuge. Doch während die Reduzierung der Schadstoffe immer mehr in den Köpfen der Menschen verankert ist und fast schon zum Dogma erklärt wurde, leben wir dennoch in einer Gesellschaft, die immer mehr Plastikmüll produziert. Neben unserem Tütenproblem avancierte in den letzten Jahren ein liebgewonnener – vor allem morgendlicher – Begleiter zum Müllverursacher in deutschen Innenstädten Nr. 1. Der Pappbecher mit köstlichen Kaffee von der Bäckerei auf dem Weg zur Arbeit oder aus dem Coffeeshop im amerikanischen Stil. Das Bild des überquellenden Mülleimers gehört fast schon zum Stadtbild. Laut Verbraucherzentrale NRW hat der Einweg-Kaffeebecher sogar die Plastiktüte als Abfallverursacher Nr. 1 überholt!
Liegt auf der Hand, wenn man bedenkt, dass des Deutschen liebstes Getränk mit 165 Litern pro Kopf jährlich zuschlägt. Von diesen 165 Litern Kaffee werden knapp die Hälfte unterwegs – quasi „to go“ – getrunken, im Pappbecher. Nach Genuss wird dieser praktische Unterwegs-Becher einfach entsorgt, perfekt und optimal für den Weg. Aber die Umwelt leidet unter der immensen Flut immer neuer Genuss-Becher. Sie werden weder recycelt noch wiederverwendet.

Papier wird recycelt, aber der Pappbecher, der ja eigentlich nach Pappe klingt, ist überhaupt nicht aus Pappe. Dann wäre das Recycling deutlich einfacher und der Kaffee würde entweder nach Pappe schmecken oder auslaufen. Das will keiner, als hat man clevererweise den Becher innen mit Plastik beschichtet und damit man überhaupt daraus trinken kann und nicht nach wenigen Schlucken den Rand mit trinkt, einen hübsch praktischen Plastikdeckel oben drauf gepackt. Damit wurde der angebliche Pappbecher zum Dauerbrenner in deutschen Innenstädten. Und zum Müllmonster.

Lösungsvorschläge, die ohne Pappbecher auskommen!

Seitdem dies bekannt ist, wird versucht, dem Müllberg in einigen deutschen Städten zu Leibe zu rücken. Es gibt verschiedene Modelle, die seit einiger Zeit getestet werden.

1. Der eigene Becher

Warum sollte man ein so hochwertiges Getränk wie frisch gebrühten Kaffee aus edlen Kaffeebohnen, die zudem noch einem langwierigen Röstverfahren unterzogen werden, in einen Pappbecher kippen, der dann den Geschmack möglicherweise ruiniert? Man könnte selbstverständlich auch den eigenen Thermobecher mitbringen und das edle Getränk vom Personal direkt einfüllen lassen. Funktioniert und wird auch in einigen Städten praktiziert. Manche Shops locken den Kunden mit dem eigenen Thermobecher sogar mit Preisnachlass!

2. Mehrwegbecher

Warum nicht? Wir Deutschen lieben das Sammeln und Abgeben. In Freiburg gibt es seit November 2016 den „Freiburg-Cup“. Gegen ein Pfand wird der Kaffee in dem Mehrwegbecher ausgeschenkt und der Kunde kann den Becher nach Gebrauch in eine der 14 teilnehmenden Bäckereien zurückgeben. Das Experiment fand großen Anklang und wird mittlerweile sogar auf das Umland ausgedehnt, so dass über 10.000 Becher im Umlauf sind. (Quelle: https://www.solinger-tageblatt.de/)

Machen Kaffee und Coffein süchtig?

Kaffeeirrtümer

Wir haben eine Vielzahl von Irrtümern rund um das Thema „Kaffee und Coffein“ gesammelt und möchten diese Irrtümer gerne ausführlichst widerlegen. Anfangs glaubten wir, ein Artikel würde hierfür reichen, aber die schiere Anzahl an Irrtümern hat uns bei den Recherchen regelrecht überwältigt.

Wir haben also beschlossen, für jeden „Kaffeeirrtum“ einen eigenen Artikel zu verfassen und anschließened eine Übersicht zu erstellen.

Hier also nun der erste Artikel zum Thema „Kaffeeirrtümer“.

Macht Kaffee süchtig?

Kaffeetasse mit Herz auf Holz

Macht der tägliche Genuss von Kaffee süchtig?

Um Kaffee oder besser gesagt dem Coffein im Kaffee ein Suchtpotential zuzusprechen, müssen wir uns zunächst dem Begriff „Sucht“ näher widmen, denn nur so kann ausreichend geklärt werden, ob Kaffee mit klassischen Drogen wie Marihuana, Crystal oder Kokain gleichgesetzt werden kann.

Anzeichen einer Sucht

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtanfragen (DHS) nennt mehrere Anzeichen oder Alarmsignale, die auf eine Sucht hindeuten können. Die Grenzen sind allerdings fließen, Jedes einzelne Anzeichen kann auf eine beginnende Sucht hindeuten, treffen drei oder mehr Anzeichen zu, liegt es nahe, von einer Suchterkrankung zu sprechen.

  1. Besteht der starke Wunsch, Kaffee zu konsumieren? Verspürt man ein nahezu unbezwingbares Verlangen, nach dem braunen Gebräu oder würde ein anderer Durstlöscher wie etwa Wasser oder Tee ebenso ausreichen? Ist etwa das Verlangen nach Kaffee so stark, das der Betroffene bereits starke, körperliche Auswirkungen verspürt?
  2. Ein zweites, eindeutiges Anzeichen für eine Sucht, ist der Kontrollverlust. So ist ein Alkoholkranker beispielsweise nicht in der Lage, seinen Alkoholkonsum zu kontrollieren. Ein Shoppingsüchtiger wird auch weiter einkaufen, selbst wenn seine finanziellen Mittel bereits erschöpft sind.
  3. Die Unfähigkeit, auf eine bestimmte Substanz zu verzichten, die sogenannte Abstinenzunfähigkeit ist ein weiteres Anzeichen für das Bestehen einer Suchterkrankung. Egal, wie stark die körperlichen und psychischen Einschränkungen durch die Sucht bereits sind, ein Süchtiger wird immer weitermachen, egal ob er bereits an einer Leberzirrhose oder einer zerbrochenen Familie leidet.
  4. Wenn eine Suchterkrankung besteht, werden immer höher Mengen der Substanz benötigt, um den gleichen Effekt zu erzielen. Der Körper bildet eine sogenannte Toleranz für die Droge.
  5. Will man die Droge absetzen, so reagiert der Körper darauf mit Entzugserscheinungen. Sie können von leichten Symptomen wie Schwitzen, Zittern und Frieren bis hin zu starken Schmerzen, Schlafstörungen und Halluzinationen reichen. Die Gier nach der Droge – Kaffee? – steigt ins Unermessliche, der Leidensdruck ist entsprechend hoch und ein Ausbruch aus der Suchtspirale ist nicht aus eigener Kraft zu schaffen.

Kurz gefasst sind dies die Alarmanzeichen, die die DHS für eine Sucht angibt. Treffen drei oder mehr dieser Punkte bei einer Person zu, spricht man erst von einer Sucht.

Macht Coffein uns abhängig?

Coffein ist zwar ein Anregungsmittel, aber um Aufputschmittel ähnliche Wirkungen zu erzielen, müsste man – laut einer Studie aus ScienceNOW von Astrid Nehlig – sieben Tassen infolge trinken. Ab dieser Coffeinmenge sind erst eine Zunahme der Aktivitäten in Gehirnbereichen für Fortbewegung, Stimmung und Schlaf messbar.

Selbst über das Absinken der sogenannten Toleranzgrenze lässt sich streiten. Einige Wissenschaftler plädieren ganz klar dafür, dass allein dieses Anzeichen für das Suchtpotential von Coffein spricht, aber dies wäre wiederum nur ein Merkmal und die DHS legt ganz eindeutig fest, dass mindestens drei Merkmale einer Suchterkrankung zutreffen sollten.

Coffein kann zwar als milde Droge angesehen werden, doch ihr Suchtpotential ist nicht so groß, als dass sich starke Kaffeekonsumenten als Drogenabhängige bezeichnen müssten, vielleicht mit einem kleinen Augenzwinkern, aber gewiss sind sie nicht auf die gleiche Stufe zu stellen wie Alkoholabhängige oder Rauchmittelsüchtige.

Kaffee kann zum notwendigen Muntermacher werden, aber wenn nur eines der Merkmale, die die DHS festgelegt hat, zutrifft, brauchen sich Betroffene noch keine Sorgen machen. Wer testen möchte, wie abhängig genau er vom morgendlichen Coffeinkick ist, der kann ganz ohne Probleme einen Selbstversuch starten, indem er ein paar Tage auf Kaffee verzichtet und stattdessen auf Tee umsteigt.

Quellen

http://www.drogen-aufklaerung.de/kaffee-macht-nicht-suechtig

https://www.sciencemag.org/news

Kaffeekonsum 2015

Trend hält an: 2015 steigt der Kaffeekonsum von Kapseln um 16 Prozent

Kaffeekonusm 2015Wir Deutschen lieben unseren Kaffee – und greifen immer öfter zu Kapselkaffee. Aber auch der beliebte Filterkaffee bleibt ungeschlagen mit einem Marktanteil von rund 64%.

Kaffeekonsum wächst um 1,1%

Der Deutsche Kaffeeverband hat im April 2016 die Zahlen für das vergangene Jahr 2015 herausgegeben. Kaffee ist und bleibt das beliebteste Heißgetrank der Deutschen. Der gesamte Kaffeemarkt konnte ein Wachstum von 1,1% verzeichnen. Die Deutschen trinken pro Jahr etwa 162 L pro Kopf.

Kaffeekonsum bei Kaffeekapseln

Deutlich ist dabei ein Anstieg des Konsums von Kapselkaffee um 16 Prozent. Der Trend geht hierbei zu einer „portionsgerechten Zubereitung“, so Holger Preibisch, Haupgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbandes. Er erläutert weiterhin als Grund für den besonders deutlichen Anstieg eine Zunahme der Anzahl an kleineren Haushalten sowie der Wunsch der Verbraucher, Lebensmittel unkompliziert in passenden Portionsgrößen zu konsumieren.

Kaffeekonsum bei Filterkaffee

Der klassische Filterkaffee bleibt aber dennoch das stärkste Segment. Zwar ist das Segment im Gegensatz zum Vorjahr um 3% auf 64 Prozentt geschrumpft, ist damit aber dennoch die größte Gruppe. Verbraucher greifen für die Herstellung von Filterkaffee immer häufiger zu ganzen Bohnen, die dann vor Ort frisch gemahlen werden. Dazu zählt auch die Verwendung in Kaffeevollautomaten und Siebträgermaschinen.

Kaffeekonsum bei zertifiziert nachhaltigem Kaffee

Nachhaltiger Kaffee wird ebenfalls immer populärer, der Marktanteil steigt auf rund 10%. Etwa jede 10. Tasse stammt aus zertifiziert nachhaltigem Anbau, so der Deutsche Kaffeeverband.

(Quelle: Deutscher Kaffeeverband e.V.)