Neue Wege am Kaffeemarkt

Unter dem Motto „Let´s change coffee. Together.“ will das Berliner Start-Up Bonaverde die Kaffeewelt revolutionieren. Ihr Filterautomat ist der erste weltweit, der die Bohnen nicht nur mahlt und brüht, sondern auch röstet. Die Kaffeemaschine erledigt den Produktionsprozess mit nur einem Knopfdruck. In drei bis vier Minuten verwandeln sich die grünen Bohnen in trinkfertigen Kaffee. Dieser soll durch die direkte Röstung bekömmlicher sein, da die Bohnen nicht die Säure entwickeln, die normalerweise während der Lagerung entsteht.

Damit wendet sich Bonaverde bewusst gegen den Trend zu immer mehr Kaffeekapseln. Die Bohnen werden in Jutesäckchen ausgeliefert, so dass kein Papier-, Plastik oder Aluminiummüll anfällt.  Außerdem erhalten die Kaffeebauern 50 % mehr Geld als es der momentane Weltmarktpreis vorgibt.

Die Idee kommt in der Kaffee-Community sehr gut an. Per Crowdfunding hat Bonaverde bereits rund 550.000 Dollar (umgerechnet 400.000 Euro) eingenommen. Die Finanzierungsaktion läuft noch bis zum 8. Dezember. Nächstes Jahr soll die Kaffee-Röst-Mahl-Brüh-Maschine dann erhältlich sein.

kickstarter.bonaverde.com.

Espresso vom Vollautomaten

Ein guter Kaffeevollautomat sollte den gewünschten Espresso, der zum Programm aller modernen Geräte gehört, auf die richtige Weise zubereiten. Hierfür spielen die Röstung, der Mahlgrad, die Temperatur des heißen Wassers und vor allem der Druck, mit dem dieses durch das Espressopulver gepresst wird, eine herausragende Rolle.

Kaffeevollautomat – was muss er können?

Gute Automaten wie die von Bosch sorgen für die richtige Brühtemperatur mit einem Intelligent Heater inside, der zusammen mit dem System SensoFlow das perfekte Aroma durch das richtige Verhältnis zwischen Temperatur und Brühdruck – in der Regel um 19 bar – herstellt. Das ist beim Espresso entscheidend, der seinen Geschmack durch eine kurze Brühzeit bei ziemlich exakt 95° C Heißwassertemperatur erhält. Hinzu kommt der CoffeeSensor Pro: Dieses Ausstattungsdetail erkennt die Bohnensorte und passt das Mahlwerk in seinen Funktionen an diese an. Auf diese Weise entsteht der fein austarierte Mahlgrad des Kaffeepulvers, der zu den Grundlagen von gutem Espresso gehört. Dass moderne Automaten über Zusatzfunktionen wie die OneTouch Function – das gewünschte Getränk auf Tastendruck – und PersonalCoffee Pro – die Speicherung von Nutzereinstellungen – verfügen, versteht sich von selbst. Auch Tassenwärmer, CreamCleaner, das beleuchtete Tassenpodest und ein isolierter Milchbehälter gehören zum exklusiven Komfort eines modernen Automaten.

Espresso und hoch entwickelter Kaffeevollautomat

Bis zu den modernen Automaten war es ein weiter Weg, denn Espresso wurde schon um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert in Mailand kreiert. Damals entstand das intensive Kaffeegetränk mit seiner nussbraunen Crema noch vollständig in Handarbeit, erst im Verlaufe des 20. Jahrhunderts, vor allem in dessen zweiter Hälfte, entwickelten die Hersteller von Kaffeemaschinen allmählich Geräte, die auch den Espresso auf seine spezielle Weise, die ihn so einzigartig macht, zubereiten konnten. Schon immer spielte die Bohnenqualität eine herausragende Rolle, auch sollten die Bohnen am besten frisch gemahlen sein. Auch aus diesem Grund ist das Mahlwerk moderner Automaten so wichtig für wirklich guten Espresso. Vorgewärmte, dickwandige Tassen unterstützen übrigens das Aroma von jedem Espresso, der immer heiß sein muss, damit er schmeckt. Spezielle Espressobohnen bieten heute schon viele Händler an, bei denen die Genießer in Shops ihr passendes Modell auswählen können.

Kaffee vs. Energiedrink

Können Energiedrinks einen Kaffee ersetzen?

Zusammensetzung und Wirkung von Energiedrinks

Energiedrinks bestehen zum größten Teil aus Wasser, Zucker bzw. Süßstoff, Koffein, Taurin und Aromastoffen. Es gilt als bewiesen, dass Energiedrinks aufgrund ihres Koffeingehaltes in Kombination mit dem Zucker als Energielieferant und dem Taurin durchaus eine leistungssteigernde Wirkung haben. Vor einem übermäßigen Genuss wird allerdings gewarnt, besonders wegen ihres hohen Gehaltes an Zucker und Taurin. Eine Dosis von bis zu 3 g Taurin pro Tag gilt für Erwachsene als unbedenklich. Vom Koffeingehalt her liegen Energiedrinks etwa auf einer Stufe mit Kaffee bzw. besitzen sogar einen geringeren Koffeingehalt. Energiedrinks enthalten pro Milliliter etwa 0,3 mg Koffein. Der Koffeingehalt bei Kaffee liegt hingegen zwischen 0,3 und 0,6 mg pro Milliliter.

Positive und negative Wirkungen von Kaffee

Auch bei Kaffee gilt übermäßiger Genuss als schädlich, da dies zu Herzrasen, Nervosität, Schlaflosigkeit und sogar zu einer gewissen Abhängigkeit führen kann. Die bisherigen Meinungen über die negativen gesundheitlichen Auswirkungen des Kaffees wurden aber in den letzten Jahren zum Teil revidiert. Einige Studien sollen sogar zu belegen, dass Kaffee das Krebsrisiko senken kann.

Ausschlaggebend bei dem Vergleich zwischen Kaffee und Energiedrinks ist aber der Geschmack. Für einen echten Kaffeegenieser ist ein Energiedrink sicher keine Option.

(Foto: © takasu – Fotolia.com)

Kaffeekonsum in Deutschland

Laut den Zahlen des Deutschen Kaffeeverbandes ist der Kaffeekonsum von 1953 bis heute stark gestiegen. Im Jahre 1953 betrug der Verbrauch an Rohkaffee in Deutschland lediglich 75.417 Tonnen – das macht einen pro Kopf Verbrauch von 1,5 Kilogramm im Jahr. Im Jahr 2012 hingegen lag der Verbrauch an Rohkaffee bei ganzen 520.890 Tonnen und einen Pro-Kopf-Verbrauch von 6,4 Kilogramm Kaffee. Allerdings lässt sich zu den Jahren 1985 mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 6,9 Kilogramm, 1990 mit einem pro Kopf-Verbrauch von 7,1 Kilogramm und 1995 mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 6,9 Kilogramm ein leichter Rückgang verzeichnen.

Dabei liegt Deutschland im Ländervergleich nur an siebter Stelle. Wer aber denkt, dass die Italiener die Deutschen beim Kaffeetrinken schlagen, der irrt. Italien liegt mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 5,63 Kilogramm im Jahre 2012 nur zwei Plätze hinter Deutschland. Den höchsten Kaffeekonsum haben mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 12,01 Kilogramm im Jahre 2012 die Finnen, gefolgt von Österreich mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 9,08 Kilogramm und Norwegen mit 8,68 Kilogramm.

(Quelle: http://www.kaffeeverband.de/presse/zahlen-daten-fakten/258-pro-kopf-verbrauch)

(Foto: © SP-PIC – Fotolia.com)

Kaffee kann so viel mehr!

(Quelle: https://pixabay.com/de/kaffee-t%C3%BCrkisch-vakuum-poso-363941/)

Die Deutschen lieben Kaffee. Besser gesagt, die ganze Welt liebt dieses anregende Heißgetränk, oder gibt es ein Land in dem kein Kaffee getrunken wird? In klein wie Espresso, groß wie Latte macchiato, klassisch aufgebrüht, mit Kapseln oder Pads hergestellt. Hauptsache Kaffee, duftend, heiß und voller tausend Sehnsüchten in der Tasse. So wollen wir ihn, zu jeder Zeit, wann immer uns der Kaffeedurst lockt.

Kaffeesatz – was tun mit dem Abfall

Mit Kaffee kann man so viel mehr machen. Nach dem Aufbrühen des Kaffees steht der Genuss an erster Stelle – mit Freunden, Kollegen, aber auch alleine. Doch dann fällt der Blick auf die Überbleibsel. Den Kaffeesatz. Egal ob im Pad, der Kapsel oder im Filter, es ist eben Abfall. Eigentlich ist der Kaffeesatz viel zu schade um ihn wegzuwerfen. Ich gebe zu, bei Pads und Kapseln ist es etwas mühselig den Kaffeesatz zu sammeln, aber wer sagte, dass das Leben einfach wäre?

Kommen wir aber zurück zum Kaffeesatz und seinen Verwendungsmöglichkeiten. Denn da gibt es so einige.

Pflanzen lieben Kaffeesatz. Soll den Pflanzen neue Kraft zugefügt werden, ist der Kaffeesatz eine günstige Alternative. 1-2 Esslöffel zu der Pflanzerde mischen und die Topfpflanze wird es danken. Auch im Garen kann der Kaffeesatz angewandt werden. Und hilft ganz nebenbei noch gegen Ameisen. So wird’s gemacht: um das Beet oder die Pflanze einen kleinen Wall aufhäufen. Die Ameisen bleiben den Pflanzen fern, da die Duftspuren neutralisiert werden.

Schlechter Geruch im Kühlschrank. Selbst die beste Hausfrau kennt das. Immer mal wieder muffelt der Kühlschrank unangenehm. Der Gedanke, dass man die Lebensmittel essen will, welche nun mit einem Begleitgeruch aus dem Kühlschrank kommen, macht nicht wirklich Appetit.

Dagegen hilft frisch gemahlener Kaffee. Kaffee in ein kleines Schälchen in eine Ecke des Kühlschranks stellen. Ich gebe zu, die ersten paar Stunden riecht der Kühlschrank nun nach Kaffee (was ich finde angenehmer ist) aber dieser Geruch verschwindet, und mit ihm die schlechten Gerüche. Der Kühlschrank riecht wieder lecker frisch. Allerdings sollte dieses Kaffeepulver dann entsorgt werden. Für einen Aufguss ist es nicht geeignet.

Kaffee gibt unansehnliche Ränder, die man oft nicht haben will, besonders nicht auf einer weißen Bluse oder Tischdecke. Doch bei manchen Gelegenheiten ist genau das das Ziel. Färben von Papier, Stoffen oder (weiße) Ostereier funktioniert mit Kaffeesatz wunderbar. Kaffeesatz in lauwarmem Wasser ziehen lassen. Den Artikel eintauchen. Wie dunkel der zu färbende Artikel werden soll, hängt von der Länge des Einwirkens ab.

Das ist wirklich ärgerlich: Kratzer in Holzmöbeln. Holzmöbel sehen verschlissen und alt aus, wenn sie zerkratzt sind. Schon wieder kann Kaffee helfen. Kleine Kratzer in dunklen Holzmöbeln können leicht entfernt werden.  Mit einem Wattestäbchen etwas feuchten Kaffeesatz auf den Kratzern verteilen. Der Effekt ist: das Kaffeemehl setzt sich in die Fugen, das Kaffeeöl schließt sie. Keine Kratzer mehr.

Natürlicher Scheuersand – Kaffeesatz. Trotz Einweichen des Grills oder der Pfanne bleiben oft Reste zurück. Nach der morgendlichen Kaffeeschlacht finden die Reste noch eine wichtige Aufgabe. Auf einem Schwamm wirkt der Kaffeesatz wie Scheuersand. Mit etwas Schruppen lösen sich auch die hartnäckigsten Überreste problemlos.

Den Kamin zu säubern ist sicher nicht jedermanns Lieblingsbeschäftigung. Wird das noch feuchte Kaffeepulver im Kamin verteilt, bindet es die Asche. Das Saubermachen endet dann nicht in einem Staubsturm.

Die Autorin
Dieser Artikel wurde von Ulrike Pflaumer als Gastautorin geschrieben. Ulrike Pflaumer betreibt den Blog: http://kaffee-tee-schokolade.com/
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